Bachelor-Studiengang Steine und Erden
Ohne Rohstoffe müsste der Mensch große Einschränkungen hinnehmen. Allein in Deutschland verbraucht jeder Bundesbürger in seinem Leben statistisch gesehen 1000 Tonnen mineralischer Rohstoffe. Das sind ungefähr 50 beladene LKWs. Der Studiengang Steine und Erden (SE) befasst sich mit der mineralischen Rohstoffgewinnung, deren Weiterverarbeitung sowie der Veredlung der Produkte.
Die Gewinnung und Weiterverarbeitung vor allem mineralischer Baustoffe wie z.B. Granit, Ton, Sand und Kies in Betrieben der Steine und Erden-Industrie nimmt einen wichtigen Platz in der Grundstoffindustrie Deutschlands ein. Nicht nur in der Bauindustrie, auch für die Herstellung von Glas, Keramik oder Halbleiter der Computerchips und Solarzellen werden Steine und Erden-Rohstoffe benötigt. Seit 1990 wird diese Studienrichtung von der TFH angeboten, und zwar im ständigen Austausch mit der Steine und Erden-Industrie und deren Betrieben.
Bachelor-Studiengang Geotechnik und Angewandte Geologie
Wer sich für das Studium der Geotechnik und Angewandten Geologie entscheidet, kann nach dem Studium aus einer Vielzahl von Arbeitsgebieten wählen. So finden Ingenieure/innen der Geotechnik und Angewandten Geologie Beschäftigung in Planungs- und Ingenieurbüros, Betrieben der Bau-, Wasser- und Abfallwirtschaft, Kommunen und Landesbehörden sowie in Instituten und Hochschulen im In- und Ausland. Während des Studiums lernen Sie, wie beispielsweise Bau- und Erkundungsvorhaben umweltgerecht und wirtschaftlich unter Verwendung neuester Techniken zu planen und durchzuführen sind. Auch die Gründung von Bauwerken, die Standsicherheit von Böschungen sowie Grundwasseruntersuchungen stehen auf dem Lehrplan.
Der Bachelor-Studiengang Geotechnik und Angewandte Geologie bietet einen spannenden Mix verschiedenster Lerninhalte: Sie erhalten einerseits ein fundiertes Grundlagen- und Fachwissen und lernen andererseits in praxisnahen Fächern, in diversen Praktika, Projektarbeiten und Seminaren, sowohl selbstständig als auch im Team zu arbeiten.
Bachelor-Studiengang Technische Betriebswirtschaft
Als kombiniert ingenieur- und wirtschaftswissenschaftlicher Studiengang vermittelt der Bachelor-Studiengang Technische Betriebswirtschaft Grundkenntnisse in zwei traditionell getrennten Disziplinen. Er ist damit interdisziplinär ausgelegt und hat das Ziel, die Absolventen für gefragte Schnittstellen von Wirtschaft und Technik zu qualifizieren. Überall dort, wo ein Ingenieur betriebswirtschaftliche Hintergründe kennen muss oder – anders herum – ein Wirtschaftswissenschaftler technisches Wissen benötigt, eröffnen sich Perspektiven für die Absolventen des Studiengangs. Besonderes Augenmerk richtet der Studiengang dabei auf zwei Berufsfelder, die am Arbeitsmarkt sehr stark nachgefragt werden und in denen interdisziplinäre Kenntnisse unentbehrlich sind: den technischen Vertrieb sowie das Innovations- und Projektmanagement.
Das Bachelor-Studium Technische Betriebswirtschaft an der TFH Georg Agricola vereint zudem weitere Vorteile: Die Studenten lernen in kleinen Gruppen und werden intensiv durch qualifizierte Dozenten betreut. Die Ausbildungsinhalte werden durch Seminare, Praxisanwendungen und ein Unternehmensplanspiel vertieft. Diese Vertiefungen ermöglichen den Studierenden, persönliche Schwerpunkte zu setzen.
Bachelor-Studiengang Vermessung und Liegenschaftsmanagement
Der Studiengang Vermessung und Liegenschaftsmanagement vereint zwei Fachrichtungen miteinander, die den Absolventen eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten eröffnen und damit sehr gute Berufschancen bieten.
Das Ziel des Liegenschaftsmanagements besteht darin, jederzeit Aussagen über die Quantitäten und Qualitäten im gesamten Lebenszyklus von Flächen und Immobilien treffen zu können. Die Praxis des klassischen Vermessungsberufes umfasst ein weites Feld von Tätigkeiten, bei denen modernste Technologien eingesetzt werden, wie z.B. Messroboter, GNSS Verfahren oder Geographische Informationssysteme. Die Arbeitsgebiete erstrecken sich auf, über oder unter Land und Wasserflächen und werden z.T. auch gemeinsam mit anderen Berufsgruppen bearbeitet.
Der Studiengang Vermessung und Liegenschaftsmanagement bildet Fachleute aus, die im Management und der Nutzung von unbebautem Grund und Boden beratend tätig werden, sowohl im städtischen als auch im ländlichen Umfeld. Berufschancen ergeben sich damit sowohl für den Behördendienst, z.B. in Katasterämtern oder in Landesbehörden, als auch in der freien Wirtschaft, etwa in Vermessungs- oder Ingenieurbüros.
Master-Studiengang Technische Betriebswirtschaft
Die berufliche Praxis erfordert heute viele Zusatzqualifikationen zur ersten, klassischen Ausbildung. Immer mehr Unternehmen sind nicht mehr funktional oder in Sparten, sondern als Matrix organisiert: Technische und wirtschaftliche Verantwortung sind dabei untrennbar miteinander verzahnt. Um zukünftige Führungskräfte auf die komplexen Anforderungen vorzubereiten, wurde der Masterstudiengang Technische Betriebswirtschaft eingerichtet. Der Studiengang qualifiziert die Absolventen, Fragestellungen nicht nur aus technisch-ingenieurwissenschaftlicher, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht betrachten und beurteilen zu können, und damit über ihr klassisches Einsatzgebiet hinaus Verantwortung zu übernehmen. Der Masterstudiengang Technische Betriebswirtschaft ist akkreditiert. Absolventen erwerben die Zugangsberechtigung für die Laufbahn des höheren Dienstes und sind durch den wissenschaftlichen Schwerpunkt des Studiengangs zur Promotion an einer Universität berechtigt.
Studienschwerpunkt Maschinentechnik
Vom Getriebe über die Werkzeugmaschine bis zur Produktionsanlage: Die Einsatzmöglichkeiten für Maschinentechnik-Ingenieure sind vielfältig. Sie sind überall dort zu finden, wo Maschinen und Anlagen geplant, entwickelt, gewartet und instand gehalten werden sollen. Dazu vermittelt das Maschinentechnik-Studium an der TFH mit Fächern wie Konstruktionslehre, Fördertechnik, Fertigungstechnik oder Qualitätsmanagement ein breites Basiswissen. Betriebswirtschaftslehre und Fachenglisch ergänzen das Angebot.
Studienschwerpunkt Produktions- und Qualitätsmanagement
Um die Qualität von Produkten in Unternehmen zu sichern, wurden Normen eingeführt. International gültige Standards wie die DIN EN ISO 9001 legen die Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem fest und bieten den Unternehmen die Möglichkeit sich zertifizieren zu lassen, wenn diese ihre Fähigkeiten nach außen hin darlegen müssen. Die immer kürzeren Produkt-Lebenszyklen verlangen von den Unternehmen immer flexiblere Produktions- und Fertigungsstätten. Daher ist es Aufgabe von Ingenieuren, Produktionsverfahren nach Produktivitäts-, Qualitäts- und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu entwickeln und umzusetzen. Das Studium an der TFH vermittelt dazu Kenntnisse über Produktionsverfahren und Qualitätsmanagementsysteme, Produktionstechniken und Produkthaftungsrecht.
Studienschwerpunkt Zukunftsenergien
Der Energiebedarf steigt weltweit. Allein die Europäische Union benötigt heute rund 15 Prozent der Energie, in 50 Jahren dürfte der Bedarf um das Vierfache angestiegen sein. Energie zu sichern und neue Energiequellen zu erschließen, ist daher lebensnotwendig. Die Studienrichtung Zukunftsenergien beschäftigt sich mit der ökonomischen und ökologischen Verbesserung der Verfahren klassischer Energieerzeugung und der Entwicklung, Demonstration und Markteinführung erneuerbarer Energiequellen (Wind- und Wasserkraft, biogene Energieträger, Photovoltaik, Solarthermie). Durch die gezielte Ausbildung sollen junge IngenieurInnen qualifiziert werden, Industrie, Verbände und Kommunen bei energiepolitischen Fragen zu unterstützen.
Studienschwerpunkt Entwicklung und Konstruktion
Produkte müssen qualitativ gut, umweltgerecht und kostengünstig hergestellt werden, damit die Abläufe in den Unternehmen reibungslos funktionieren. Daher gewinnt die fertigungsgerechte und ressourcensparende Entwicklung von Bauteilen immer mehr an Bedeutung. Simulation und computergestützte Konstruktion sind in den Unternehmen heute schon Alltag. Um das zu gewährleisten, investieren Unternehmen in den Aufbau effektiver Entwicklungs- und Konstruktionsabteilungen. Der Studienschwerpunkt Entwicklung und Konstruktion vermittelt daher neben Fächern wie CAD (Computer Aided Design) und FEM (Finite Elemente Methoden) auch fachliche und methodische Querschnittsqualifikationen.
Wie wird aus einem Rohstoff ein Produkt, beispielsweise ein Lebensmittel oder ein Auto? Ein Verfahrenstechniker ist überall dort zu finden, wo Stoffe behandelt bzw. umgeformt werden.
Verfahrenstechnische Anlagen produzieren zwischen wenigen Gramm und mehreren hundertausend Tonnen pro Jahr. Produziert werden einfache chemische Substanzen bis hin zu komplizierten Bauteilen.
Neben der technischen Basis müssen Ingenieure über Querschnitts qualifikationen verfügen. Die Arbeit in Projekten erfordert eine entsprechende Organisation der Arbeit. Und der Erfolg der Arbeit hängt neben der technischen Qualität auch von der Präsentation und Kommunikation der Ergebnisse ab. Der Verfahrenstechniker ist also ein Allrounder, den ein breites Berufsspektrum erwartet.
Der Bachelor-Studiengang Verfahrenstechnik an der TFH Georg Agricola bereitet dementsprechend die Absolventen mit einer soliden Basisausbildung praxisnah auf die Tätigkeit vor. In zwei Schwerpunkten können Studierende ihren Interessen entsprechen und sich auf bestimmte Anwendungen fokussieren.
Die Verfahrenstechnik-Absolventen der TFH Georg Agricola sind z.B. in folgenden Gebieten tätig: Anlagenplanung, Konstruktion, Inbetriebnahme, Sachverständigenleistung, Forschung und Entwicklung, Optimierung von Prozessen und der Produktion.
Studienschwerpunkt Prozesstechnik
Die Verfahrenstechnik befasst sich mit Techniken und Prozessen, einen Rohstoff zu veredeln und zu einem (Grund-)Produkt umzuformen. Entsprechend vielseitig ist das Einsatzgebiet von Verfahrenstechnikern – von der Abwasserbehandlung bis zur Zerkleinerungstechnik. Der Studienschwerpunkt Prozesstechnik umfasst die drei Bereiche thermische (z.B. Trocknung von feuchten Gütern), chemische(z.B. Extraktion von Aromastoffen) und mechanische (z.B. Zerkleinerung von groben Stoffen) Verfahrenstechnik. Aufbauend auf einem breiten naturwissenschaftlichen und technischen Basiswissen werden den Studierenden z.B. Fachkenntnisse in der Stofftrennung, Zerkleinerung, Stoffvergröberung, Trennvorgängen, Impuls-, Wärme- und Stoffaustauschverfahren und weiterem vermittelt.
Studienschwerpunkt Umwelt- und Biotechnik
In fast allen Bereichen des Ingenieurwesens hat die Umwelt- und Biotechnik mittlerweile einen festen Stellenwert. Produktionsstätten und chemische Anlagen werden heute zunehmend nach den Aspekten des Produktionsintegrierten Umweltschutzes (PIUS mit dem Ziel von „Clear And Safe Production“) konzipiert und betrieben.
Umwelttechniker erarbeiten Konzepte und Techniken zur umweltschonenden Produktion, Energieeinsparung oder Verringerung von Emissionen. Die Biotechnik erlaubt eine naturgerechte und saubere Produktion und die Einführung neuer, effizienter Produktionswege. Die Anwendung und Überwachung von Umweltgesetzen bei der Konzeption von verfahrenstechnischen Anlagen und bei der sich anschließenden Produktion liegt ebenfalls in der Hand von Umwelttechnikern.
Neben dem naturwissenschaftlichen und technischen Basiswissen werden den Studierenden z.B. Fachkenntnisse im Umweltmanagement, der Bio- und Umweltchemie sowie der -analytik vermittelt. In der Biotechnik werden weiterhin innovative biotechnische Anlagen behandelt. Umwelt- und Biotechniker arbeiten z.B. als Umwelt-, Wasser- oder Abfallbauftragte in Betrieben und Behörden.
Der Master-Studiengang Maschinenbau führt ein mit dem Bachelor-Grad abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. ein mit dem Diplom-Grad abgeschlossenes Fachhochschulstudium des Maschinenbaus oder eines vergleichbaren Studiums in sich selbstständig weiter. Das Studium soll Studierende zur kritischen Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und zur selbstständigen Anwendung wissenschaftlicher und ingenieurmäßiger Methoden befähigen. Der Master-Studiengang Maschinenbau ist akkreditiert und schließt mit dem Titel „Master of Engineering“ (M.Eng.) ab. Absolventen erwerben damit die Zugangsberechtigung für die Laufbahn des höheren Dienstes bei Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes. Als international anerkannter und bekannter Abschluss bietet der Master-Studiengang Maschinenbau gute Berufsaussichten bei international agierenden Unternehmen. Durch seinen wissenschaftlichen Schwerpunkt berechtigt er außerdem zur Promotion an einer Universität.
Studienschwerpunkt Automationstechnologie
Die Automations-Technologie umfasst den strukturellen, gerätetechnischen und programmtechnischen Aufbau von Automatisierungssystemen, Automatisierungsverfahren und die rechnergestützte Abwicklung von Automatisierungsprojekten für unterschiedlichste technische Prozesse. Als Automatisierungsgeräte finden Mikrocontroller, speicherprogrammierbare Steuerungen, Industrie-PC’s oder ganze Prozessleitsysteme Einsatz. Die Informationen über den Zustand des Prozesses, der über Sensoren erfasst und mit Hilfe von Aktoren beeinflussbar ist, wird über Bussysteme sowie definierten Schnittstellen den Automatisierungsgeräten bereitgestellt. Ingenieure für Automations-Technologie sind zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit Ingenieuren unterschiedlicher Fachrichtungen (z.B. Industriesteuerung und –überwachung, Gebäudesystemtechnik, Kraftwerkstechnik, Maschinenbau) verpflichtet und tragen ein hohes Maß an Verantwortung beim Einsatz modernster Techniken zur Sicherstellung der Qualität von Produkten und Effizienz von komplexen Anlagen.
Die dazu notwendigen Kenntnisse sind Inhalt des vorliegenden Studien-Schwerpunktes. Neben Einblicken in Elemente des zu automatisierenden Prozesses (Grundlagen maschineller Anlagen, Lichttechnik, Elektrische Maschinen) wird den Studierenden ein umfangreiches Handwerkszeug der Automatisierungstechnik, beginnend beim Mikroprozessor mit Peripherie über Gebäude- und Anlagenautomation bis hin zur PC-gestützen Automatisierung und der entsprechenden Programmierung vermittelt. Grundlagen der Nachrichtentechnik sind Digitale Signalverarbeitung sowie Kenntnisse über Datenbanken und Informationssysteme. Sie runden das notwendige Wissen zur Automations-Technologie ab. Schließlich erlauben vertiefte Einblicke in die Regelungstechnik den fachgerechten optimierten Einsatz von Regelalgorithmen in den Automatisierungssystemen.
Studienschwerpunkt Energietechnik
Die Energietechnik umfasst einerseits die Erzeugung, Übertragung und Verteilung elektrischer Energie sowie andererseits deren Anwendung. Die Erzeugung elektrischer Energie erfolgt in Großkraftwerken und mit zunehmender Bedeutung auch mit Hilfe von dezentraler Windkraft- und Solaranlagen. Zur Übertragung kommen Transformatoren, Kabel, Leitungen und Schaltgeräte zum Einsatz. Neben der Erzeugung von Wärme und Licht wird die elektrische Energie vor allem zur Umwandlung in mechanische Energie mittels elektrischer Antriebe eingesetzt. Der Einsatz der Mikro- und Leistungselektronik trägt dabei wesentlich zum Fortschritt auch in der elektrischen Energietechnik bei.
Im vorliegenden Studienschwerpunkt ist daher ein Großteil der Lehrveranstaltungen den elektrischen Maschinen und Anlagen gewidmet. Basiswissen für das Verständnis elektrischer Antriebstechnik ist über die Lehrveranstaltung „Grundlagen maschineller Anlagen“ zu erwerben. Weiterführend wird auf die praktische Realisierung der Energieerzeugung und -verteilung mit dem Modul „Hochspannungstechnik, Kraftwerke und Netze“ eingegangen. Schließlich werden Kenntnisse über den Einsatz moderner Halbleitertechnik im Steuerungs- und Leistungsbereich in dem Modul „Leistungselektronik und Mikroprozessortechnik“ vermittelt.
Studienschwerpunkt Informations-Technologie
Die Informations-Technologie verknüpft die wesentlichen Aspekte der Informatik und moderner Kommunikationstechnik. Angehende Ingenieurinnen und Ingenieure mit dem Studienschwerpunkt Informations-Technologie benötigen Kenntnisse über grundlegende Funktionsprinzipien und Architekturmerkmale von Prozessoren, Rechnern und ihre Programmierung einschließlich konventioneller sowie multimedialer Oberflächen. Gleichwohl sollen sie über das notwendige Know-how hinsichtlich der Übertragungs-, Vermittlungs- und Rechnerkommunikationstechnik, basierend auf geeigneten Protokollen und Diensten verfügen.
Dazu werden neben einigen Grundlagen aus dem anwendungsoder prozessautomatisierungsnahen Bereich hauptsächlich Kenntnisse der Hard- und Softwaretechnik vermittelt. Der Programmentwicklung ist von der Programmiersprache bis zur Modellierung von Systemen ein breiter Raum gewidmet. Die Anwendung in Softwareprojekten und der Aufbau von Datenbanken und Informationssystemen sind Gegenstand eines weiteren Unterrichtsmoduls. Der Hardware-nahe Bereich wird durch das Modul „Mikroprozessortechnik“ abgedeckt. Der Kommunikationstechnik, beginnend bei dem Umgang mit analogen und digitalen Signalen bis zum Aufbau und der Organisation von Rechnernetzen ist durch das Modul „Datenkommunikation und Signalverarbeitung“ ein angemessen breiter Raum gewidmet.
Studienschwerpunkt Nachrichtentechnik
Gegenstand der Elektrischen Nachrichtentechnik ist die Informationsübertragung mittels elektrischer Signale sowie elektromagnetischer oder optischer Wellen von einer Informationsquelle zu einer oder mehreren Informationssenken in einem Frequenzbereich von einigen Hertz bis hin zu mehreren hundert Terahertz. Dabei ist auf Wirtschaftlichkeit, das heißt effektive Nutzung der Signalübertragungsmedien durch geeignete Übertragungsverfahren und entsprechende Signalverarbeitung wie Filterung, Kodierung oder Dekodierung zu achten. Entsprechende Gerätetechnik ist zu entwickeln und praktisch einzusetzen. Anwendungen, leitungsgebunden und drahtlos, liegen zum Beispiel im Bereich der Telekommunikationstechnik, der Rundfunktechnik oder im Bereich der Datenkommunikation in Rechnernetzen oder Automatisierungssystemen.
Das Basiswissen über Signale und Einrichtungen der Nachrichtentechnik einschließlich der Schaltungstechnik für Geräte der hochfrequenten Übertragungstechnik wird in zwei Modulen zum Themenkreis Nachrichtentechnik vermittelt. Der digitalen Signalverarbeitung und entsprechenden Anwendungen ist das Modul „Kommunikation
Ausbildung plus Studium
Die Ausbildungsrichtung „Ausbildung plus Studium“ bietet seit Wintersemester 2002 /2003 eine Kombination aus Fachhochschulstudium und Berufsausbildung an. Kooperationspartner der TFH sind RWE Rhein-Ruhr AG, RWE Westfalen-Weser-Ems AG, RAG Deutsche Steinkohle, Deutsche Edelstahlwerke GmbH, Klaus Union, WILO GmbH und die Unternehmensgruppe Horlemann. Junge engagierte Menschen können eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum / zur EnergieelektronikerIn (Fachrichtung Betriebstechnik) oder MechatronikerIn mit Abschluss vor der Industrie- und Handelskammer absolvieren. Gleichzeitig erwerben sie den Bachelor of Engineering (B.Eng.) im Studienschwerpunkt Energietechnik. Möglich wird diese kurze, intensive Ausbildung durch klar gegliederte Ausbildungsblöcke und Studienphasen. AbsolventInnen haben die Perspektive, anspruchsvolle und interessante Aufgaben des technischen Managements in den Konzernen zu übernehmen. Interessenten mit Allgemeiner Hochschulreife oder Fachhochschulreife bewerben sich mit Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Lichtbild, Zeugnissen und einer Beschreibung ihrer Beweggründe für diese Ausbildung bei:
> RAG Deutsche Steinkohle AG (DSK)
Berufsbildung / Personalentwicklung
Abteilung Ausbildung (BBE 31)
Gleiwitzer Platz 3, 46238 Bottrop
Telefon: (0 20 41) 16 17 89
> RWE Rhein-Ruhr AG
Berufsbildung / Personalentwicklung
Kruppstr. 5, 45128 Essen
Telefon: (0201) 12-24 484
> RWE Power AG
PHS-E Personalentwicklung
Stüttgenweg 2, 50935 Köln
Telefon: (0221) 480-22 332
> RWE Westfalen-Weser-Ems AG
Berufsbildung / Personalentwicklung
Hunscheidtstraße 176, 44789 Bochum
Telefon: (0234) 515 - 20 77
> Deutsche Edelstahlwerke GmbH
Personalentwicklung
Auestraße 4, 58452 Witten
Telefon: (0 23 02) 29 22 56
> Klaus Union
Blumenfeldstr. 18, 44795 Bochum
Telefon: (0234) 45 95 - 181
> WILO AG
Human Resource
Nortkirchenstraße 100, 44263 Dortmund
Telefon: (0231) 41 02 - 72 82
> Unternehmensgruppe Horlemann
Horlemannplatz 1, 47589 Uedem
Telefon: (0 28 25) 89 - 250
> Stadtwerke Bielefeld
Schildescher Straße 16, 33611 Bielefeld
Telefon: (0521) 51 4329
> Wienholt Horstmann
Moltkestr. 12-14, 44536 Lünen
Telefon: (02306) 20442-0
> TMD Friction Esco GmbH
Lüschershofstr. 80, 45356 Essen
Telefon: (0201) 3609-617
Als bundesweit erste Hochschule bietet die TFH seit dem Sommersemester 2006 den akkreditierten Master-Studiengang Betriebssicherheitsmanagement an. Das zweisemestrige Studium, das in Kooperation mit der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), dem Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) und der Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherung e. V. (GDD) durchgeführt wird, richtet sich vor allem an berufstätige Hochschulabsolventen. Es wird berufsbegleitend, das heißt abends, an Wochenenden sowie in Blockseminaren, veranstaltet. Die Studierenden schließen mit einer sechsmonatigen Masterarbeit in einem dritten Semester und dem Titel Master of Science (M.Sc.) ab. Voraussetzung zum Studium sind ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Ingenieur- oder Naturwissenschaften sowie eine mindestens einjährige Berufserfahrung. Für den Studiengang wird eine Studiengebühr von insgesamt 10.000 Euro erhoben. Betriebssicherheitsmanagement bündelt die Fachgebiete Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Qualitätsmanagement, Umweltschutz, Datenschutz und Betriebssicherheit. Der Studiengang vermittelt den Studierenden Grundkenntnisse des Personal- und Sicherheitsmanagements und soll sie befähigen, übergreifende Aufgaben in einem Unternehmen zu übernehmen.